MONGOLEI

Die Kinder Dschingis Khan´s reiten (noch immer) -

 

       

  

und Buddha wohnt (wieder) hier -

und jetzt im ehemals sozialistischen Plattenbau

          

Sommer 2011. 

Ein e-mail aus der Mongolei.

Der Verfasser angeblich der Sohn eines alten Bekannten aus meiner Berliner tropenmedizinischen Studienzeit 1984.

Der Vater sei mittlerweile leider verstorben, er habe aber meine website entdeckt und da die Geschichte vom Amerikaner in Afrika gelesen.

Nun sei er Dozent an der Uni in Ulan Bator nachdem er in Dresden studiert hat. Und züchte Mongolenpferde.

Er wolle nun die Rennperformance seiner Population durch Einkreuzen von Vollblut oder Arabern verbessern.

Das solle mit Tiefgefriersperma aus Old Germany geschehen und ob ich da etwas machen könne.

Der Hinweis auf das Ende meiner praktischen Tätigkeit als Tierarzt dämpfte vorerst alle Erwartungen.

   

Meine Reiselust war aber geweckt. 

Vielleicht könnte ich helfen. 

Aber nicht im praktischen Einsatz, sondern lediglich in beratender Funktion.

Logistisch schien es mir eine große Herausforderung Tiefgefriersperma in die Mongolei zu bekommen und das dann da sach- und fachgerecht verarbeiten zu lassen. Mit dem Ziel am Ende Fohlen zu bekommen.

   

E-mails flogen hin und her, Suchmaschinen wurden nach Flugverbindungen durchforstet, Lexika und Reiseführer studiert und die Reiseausrüstung samt Fotoequipment zusammengesucht bzw. adaptiert.

   

2 Wochen später saß ich in der Boeing 767 der Mongolischen Luftlinie MIAT in Berlin. Bereit zu einem 8-stündigen 

nonstop - Flug nach Ulan Bator.

Es sollten 11 Stunden werden da der Starter der Triebwerke nicht funktionierte und wir während der Reparatur im Flugzeug mit Keksen und Stillem Wasser vertröstet wurden. Und doch hatten wir Glück. Eine Woche später flog die Maschine nicht mehr ab. Die Triebwerke sprangen nicht mehr an. 200 Passagiere saßen in Berlin fest.

Es sollte der standesgemäße Beginn einer aufregenden Woche werden.

   

Ulan Bator kenne ich schon seit mehr als 40 Jahren, da ich bereits in der Schule viele Stunden im Atlas auf Weltreisen gegangen bin. Da war auch die Mongolei und ihre Hauptstadt oftmals angeflogenes Ziel.

Genauso utopisch und unerreichbar wie meine Ziele in Afrika.

Ich kannte damals den höchsten Berg von Peru genauso wie den längsten Fluss von Griechenland oder die Hauptstadt von Obervolta. Nur den Namen des Geschichtsprofessors konnte ich frühestens im zweiten Trimester ohne Nachdenken sagen. Den allgemeinen Stundenplan beherrschte ich in Ansätzen zu Ostern. Geographie und Biologie ausgenommen.

Aber wo mein Atlas war, das konnte ich aus dem Schlaf gerissen auch um drei Uhr in der Früh sagen.

        

Nun also ging es nach Ulan Bator. Da sollte ich von Toro, dem Sohn meines alten Bekannten am Flughafen abgeholt werden. Sollte. Vorerst hoffte ich, dass er mich als einen der wenigen Europäer erkennen müsste. Aber es folgte mir nur ein Taxifahrer wie ein Schatten auf meinem Weg durch die Ankunftshalle.

   

Letztendlich gab ich mich geschlagen. 

Gemeinsam mit einer freundlichen Lady von der Flughafeninfo handelten wir einen passablen Preis für die Fahrt in die Stadt aus und ab ging es zu Toro´s Wohnadresse. 

Plattenbau, 7. Stock. Keiner da.

Der Taxifahrer organisierte eine Handynummer von freundlich-neugierigen Nachbarn. 

Verbindung bekam er aber an diesem Tag keine mehr.

   

So fuhren wir ins nächste Hotel und er verabschiedete sich mit Gesten, die mir bedeuteten, dass er weiter versuchen werde Toro zu finden und ihn von meinem Aufenthaltsort zu unterrichten.

Auch die Rezeptionistin zeigte sich willens. Und dann stellte sich heraus, dass sowohl sie als auch der kleine Kofferträger Deutsch sprachen. Es gäbe drei deutsche Schulen in der Stadt. Sie hatten eine davon besucht. 

Im Reiseführer hatte ich schon gelesen, dass auf Grund der alten realsozialistischen Bande mit der DDR relativ viele Mongolen Deutsch könnten.

Glauben konnte ich es nicht, aber jetzt wusste ich es.

  

Den ersten Tag verbrachte ich mit Stadterobern. Etwas schwierig, da es keine Straßennamen, ja überhaupt keine Hinweisschilder gibt. Und die, die es gibt sind in kyrillischer Schrift.

Die konnte ich zwar lesen ( - vier Jahre Altgriechisch hatten wenigstens diesen Sinn gehabt - ), aber mongolisch hatte ich meiner Erinnerung nach nicht in der Schule gelernt.

Ich verlief mich nicht und verhungerte auch nicht. Alles eine Frage des Willens und der Routine (in Reisen).

Der Reiseführer war nur bedingt eine Hilfe weil er bereits nach 2 Jahren in vielen Dingen überholt war.

  

Nach dem Fall des kommunistischen Regimes hat auch hier eine rasante Entwicklung eingesetzt.

   

Plattenbauten aus alten DDR - Tagen prägen noch die Wohnlandschaften. Dazwischen die slumähnlichen Hüttensiedlungen der neu Zugezogenen.

Im Zentrum stehen neben Ruinen und Baulücken noch Verwaltungsgebäude im russisch - klassizistischen Stil. Vereinzelt erheben sich auch bereits die ersten modernen Hochhäuser internationaler Konzerne und Hotelketten.

Geschätzte 500.000 Zuwanderer leben rund um den Stadtkern in ihren Jurten und Hütten. Ohne geregelte Wasser- und Stromversorgung. 

Aber die hatten sie in der Steppe auch nicht.

   

Videowalls, bayrisches Bier und japanische Autos gibt es genauso wie Cafes und Restaurants aus aller Herren Länder und Einkaufsmöglichkeiten von Ramsch bis Elektronik vom neusten Stand.

(IKEA ist übrigens auch schon da.)

 

            

Und dazwischen vereinzelt neugebaute buddhistische Klöster. 

Davor "Schamanen", Wahrsager und Laienpsychologen in kleinen Hütten. 

Drinnen die Professionellen.

Mönche wo man Spenden abgeben und Gebete und gute Ratschläge kaufen kann.

Kaum 20 Jahre nach der Wende sind sie heute bereits das zweitreichste Unternehmen im Land. Auch das soll es in anderen Kulturen und Religionen geben.

     

Jesus hat sie laut Bibel schon vor 2000 Jahren einmal aus dem Tempel getrieben. Erfolglos wie man nicht nur bei den Klöstern in Ulan Bator sehen kann.

  

Über allem schwebt der Geist Dschingis Khans.

Der Flughafen ist nach ihm benannt wie auch das Fassbier, der Wodka oder das erste Hotel am Platz.

Schließlich hat er halb Zentralasien erobert.

Und kam fast bis vor die Tore Wiens.

Die ungarische Sprache ist wie das Türkische mit dem Mongolischen eng verwandt.

(Und der eine oder andere Wiener wird auch noch nichts ahnend einige seiner Gene in sich tragen.)

   

Und natürlich dominiert sein Monument den zentralen Platz -

der aber interessanterweise nicht nach ihm, sondern nach dem Nationalhelden Shükbataar benannt ist.

Er war der Kämpfer gegen die Unterdrückung, Führer der Revolution und Vater der Unabhängigkeit.

Dschingis Khan aber war und ist bis heute die Integrationsfigur des Volkes.

Ihm wird gehuldigt wie einem Heiligen.

   

   

Die Mongolei hat eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich. Lange unter chinesischem Einfluss erlangte sie 1911 nach mehreren erfolglosen Versuchen die Unabhängigkeit. Der Buddhismus war prägende Religion.

Um 1940 machte Russland unter Stalin dem ein Ende. Praktisch alle Klöster wurden niedergerissen, die Mönche vertrieben oder umgebracht. Nur ganz vereinzelt in entlegenen Gebieten konnte sich ein harter Kern halten.

Im Gefolge von Stalin und dem 2. Weltkrieg geriet die Mongolei in den  Einflussbereich der Sowjetunion.

Politisch konnte das Land überleben, da sich Russland und China auf einen Pufferstaat in Zentralasien geeinigt haben. Ähnlich wie Österreich entstanden ist aus dem Pragmatismus zwischen Russland und den USA.

(Und nicht, wie es manche gerne hören würden, wegen der "Reblaus")

So kamen die Deutschen aus der DDR als "Entwicklungshelfer" ins Land. 

Die DDR ist gegangen, die Plattenbauten sind geblieben. Und neben dem Einzug des internationalen Kapitals sind die Klöster wieder auferstanden. 

   

Zurück zu meinem Abenteuer - Toro stand am nächsten Tag vormittags vor meiner Hotelzimmertüre. Herbeigerufen vom Taxifahrer und der eifrigen Rezeption. 

Das Auto habe eine Panne gehabt und so konnte er mich nicht abholen. So einfach ist manches zu erklären.

Wie er mich ohne diese Heinzelmännchen und meine Reiseroutine gefunden hätte bleibt ein asiatisches Rätsel.

Aber davon gibt es viele und das ist eine andere Geschichte.

        

Fröhlich vereint machten wir uns auf den Weg aufs Land zu den Pferden und die sie hütenden Nomaden.

Der Verkehr ist asiatisch - chaotisch. Die Autos sind - wie die Menschen - von altkommunistisch bis hochmodern und teuer ausgestattet bzw. gekleidet. Sie sind rechts- oder linksgesteuert. Je nach Alter und Ursprungsland. Gefahren wird grundsätzlich rechts. Im Zentrum allerdings wird mehr gestanden als gefahren. Außerhalb des Zentrums da wo Platz ist. Mit allem, was transportierbar ist.

     

Es kann den Reiz des Mitfahrens wesentlich erhöhen und aufkommende Müdigkeit ob der langen Distanzen drastisch vertreiben wenn man in einem rechtsgesteuerten Auto mitfährt und jeder Überholvorgang mit einem halben Blindflug in den Gegenverkehr beginnt. Besonders wenn der Beifahrer, der für Auskünfte bezüglich möglicher entgegenkommender Fahrzeuge zuständige wäre in asiatischem Gleichmut vor sich hindämmert.

      

Die nächsten 4 Tage sollte ich das Land also in obiger Manier "erfahren", in einer Jurte übernachten, mit einem Gurkenglas voll Wasser aus der Pferdetränke die morgendliche und abendliche Hygiene erledigen und in der Weite des Landes eine Mulde als Toilette finden.

Jurten sind stabil und winterfest gebaut und doch schnell auf- und abgebaut. Der Boden ist natur oder mit Linoleum abgedeckt. In der Mitte steht ein Gußeisenofen, befeuert zumeist mit getrocknetem Pferdemist. Bei Schönwetter wird im Freien gekocht.Zumeist irgendeien Art von Eintopf mit Ziegen- oder Schaffleischeinlage.

Der gesamte Hausrat und die Betten stehen an den Wänden.

Vom Ältesten bis zum Neugeborenen wohnen alle unter einem Dach.

  

    
   
       
          

   

Die Gastfreundschaft ist für unsere Begriffe unglaublich. Ein Blick durch die Türe genügt und man ist eingeladen. Kommuniziert wird mit Händen und Füßen. Dazu gibt es feste Verhaltensregeln, die, wenn man sie kennt, den Aufenthalt ziemlich in die Länge ziehen können.

Die Türe muss immer nach Süden ausgerichtet sein. Zwischen den Stützen der Kuppel darf man nicht durchgehen. Den Türstaffel nicht betreten und wenn man darüber hinausstolpert, dann muss man noch einmal rein gehen und wieder raus sonst nimmt man das Glück mit hinaus. Reinstolpern ist weniger tragisch. Zuerst wird Schnupftabak angeboten, dann Aigar. Die vergorene Stutenmilch schmeckt wie saures Yoghurt und sollte nur in geringen Mengen von unsereinem genossen werden. Überhaupt muss man weder Schnupftabak noch Aigar tatsächlich konsumieren. Nehmen und dran riechen mit anschließender freundlicher Miene genügen. Und zum Essen muss man sich setzen auch wenn man nur kostet und nach dem Essen sollte man zumindest ansatzweise rülpsen um seine Zufriedenheit mit dem Dargebotenen zu demonstrieren. Sollte man den unbeherrschbaren Drang verspüren Gase in der anderen Richtung abzulassen, dann wird das auch nicht negativ vermerkt, ja nicht einmal bemerkt.

  

      

Das Land gehört allen und niemandem. Man bewegt sich mit seinen Tieren nach Bedarf und in Sichtweite zum Nachbarn in einem offenen Gebiet. Einzig Wasserstellen scheinen einen gewissen Fixpunkt darzustellen. Die "gewöhnlichen" Tiere einer Herde müssen sich nämlich selbst versorgen. Die Tränke in Form eines Wassertanks bei den Jurten ist nur für die Trainings- bzw. Zuchttiere und die Hirten.

   

   

Tiere und Hirten bleiben das ganze Jahr über draußen. Im Winter müssen die Pferde den Boden freischarren wie bei uns das Wild. Schneefall setzt Ende September ein und bis April gibt es praktisch keine frostfreien Tage. Im Januar liegt die Durchschnittstemperatur in Ulan Bator bei weniger als minus 20 Grad Celsius. Nur die Harten kommen durch. Das ist die natürliche Selektion.

   

So entstand das Mongolische Pferd.

Vergleichbar am ehesten mit Isländern, Huzulen oder anderen, großen Ponyrassen.

Hervorgegangen aus dem gerade noch vor dem Aussterben bewahrten Przewalskypferd, von dem man annimmt, dass es ein Bindeglied zum Urpferd ist.

Davon wurde vor einigen Jahren unter medialem Trara eine Herde aus Österreich in der Mongolei wieder angesiedelt.

   

Verwendung findet es - noch - als Arbeits- und Zugpferd. Vor allem aber gibt es eine Jahrhunderte alte Tradition des Pferderennens. Es gibt eine Vielzahl von lokalen und überregionalen Rennen während der warmen Jahreszeit zwischen Mitte Juni und Anfang September.

   

Höhepunkt ist das große Naadamfest. Einmal im Jahr kommen die Menschen Mitte Juli aus dem ganzen Land für eine Woche nach Ulan Bator um zu feiern.

Die Eröffnung beginnt im Zentrum der Stadt am Parlament zu Füßen Dschinghis Khans.

Von hier werden die Siegesstandarten von der Ehrengarde in historischen Uniformen abgeholt.

Unter martialischer Musikbegleitung geht es an der jubelnden Bevölkerung vorbei zur eigentlichen Veranstaltung ins Stadion.

Hunderte Darsteller und fast ebenso viele Pferde zeigen die Geschichte von den Kämpfen und Eroberungen der Geschichte bis zur Teilnahme am sowjetischen Weltraumprojekt Sojus des ersten und einzigen Mongolischen Kosmonauten Dschügderdemidiin Gürragtschaa.

40.000 Besucher - großteils  in traditioner Kleidung - feiern in einem 4 stündigen Spektakel, das in seinem Aufwand jeder WM- oder Olympiaeröffnung standhält.

 

Man sieht sich - und wird gesehen.

       

   

Das ganze Land ist auf den Beinen. In der Stadt geht gar nichts. Alles geschlossen, niemand da.

Alle sind am Fest oder bei Verwandten draußen in der Steppe. Fast wie Weihnachten und Neujahr bei uns.

Ringen, Bogenschießen und Pferderennen werden in drei aufeinanderfolgenden Tage abgehalten.

 

 

Den Siegern winken neben Geld- und Sachpreisen vor allem Ruhm und Ehre über Jahre.

Es gibt 6 Altersklassen, pro Klasse nehmen 400 bis 500 Pferde teil. 

Erstmals gibt es eine eigene Klasse für Mischlinge. Also Produkte aus Kreuzungen mit zumeist russischen und auch chinesischen Vollblütern und Arabern.

 

 

   

Jockeys sind Kinder zwischen 8 und 11 Jahren. Es sind meist Kinder von Nomadenfamilien. Sie leben die ganzen Ferien über (es gibt eine allgemeine Schulpflicht - für Nomaden in Internaten) bei den Herden und sind praktisch für alles zuständig.

    

   

    

 

Außerdem werden dann noch vor einem Rennwochenende Proberennen gelaufen. 10 km leichter Trab zum Aufwärmen. Anschließend die wilde Jagd 10 km zurück begleitet von nebenherhüpfenden und springenden Begleitfahrzeugen mit Besitzern und Trainern.

Müde oder schwächere Tiere werden durch Zuruf aus dem Rennen genommen. Ein Trainer steigt aus und beurteilt Kondition und Schweiß. Der Rest hetzt hinter der Meute her. Die Ausgeschiedenen folgen später mit einem Hilfscowboy. Das sind meist Jugendliche, die als Jockeys ausgedient haben.

 

     

Die Ausrüstung - Zaumzeug und Sättel - sind für unsere Begriffe genauso unbegreiflich wie die Reitkünste der Kinder und Jugendlichen. Viele von ihnen scheinen mit einem Pferd oder zumindest einem sattelähnlichen Teil unter dem Hintern geboren. Jeder einzelne ein geborener Stuntreiter.

   

Dr. Tormonkh Togmid mit einem seiner Favoriten und Fangstab

Besonders zu bewundern beim Fangen von einzelnen Tieren aus einer Herde.

Statt eines Lassos verwendet man eine 9 (!) Meter lange Stange - uurga genannt - mit einer Schlinge an einem Ende. Der Hirte nähert sich im Galopp mehr oder weniger unauffällig dem gesuchten Tier und versucht es mit der Schlinge um den Hals zu fangen.

 Zumeist ergibt sich daraus eine wilde Jagd über Stock und Stein und im Zickzack auch durch die Herde bis es gelingt die Schlinge um den Hals zu legen und dann diese während des weiteren Galopps einzudrehen und so das eingefangene Tier allmählich in bester Ropingmanier zum Stehen zu bringen.

      

         

Daher war auch der Kern meiner beratenden Funktion gefunden:

Solange sie mit unpassenden und ungepflegten Schuhen laufen nützt ihnen die ausgeklügeltste Fütterung, das tollste Training, die neueste Infusion und auch der beste Vollbluthengst aus der Retorte nichts.

    

Ein Aufruf an alle Hufschmiede: 

wer Interesse an einem mehr oder weniger Gratisaufenthalt in der Mongolei hat und bereit ist sein Wissen um einfache Hufpflege in ein oder zwei Wochen weiterzugeben, der ist herzlich eingeladen.

Interessenten sind willkommen. Erlebnis garantiert.

     

Und vielleicht sogar der ewige Ruhm einen Naadamsieger ermöglicht zu haben.

    

Heim ging es dann mit 10 stündiger Verspätung. Unsere Maschine stand ja - wie oben berichtet - kaputt in Berlin.

So mussten wir auf eine Ersatzmaschine aus Seoul warten.

Die wurde allerdings in dann Formel1 - verdächtiger Geschwindigkeit in nur einer Stunde von den angereisten Passagieren geleert, gesäubert und mit Passagieren und Treibstoff wieder aufgefüllt und an den Start gebracht.

Da im Gegensatz zum ausgebuchten Hinflug nur 60 von 220 Plätzen besetzt waren (der Rest saß vielleicht noch in Berlin fest), konnte man sich auch noch gemütlich ausstrecken. 

Und so vergingen die 8 Stunden im wahrsten Sinn des Wortes wie im Flug.

    

Außer weiteren 2 Stunden Verspätung von Berlin nach Wien ist nichts mehr weiter berichtenswert.

    

Beim nächsten mal geht es dann sicher ins Altaigebirge im Norden und/oder in die Wüste Gobi im Süden.

    

Aber möglicherweise mit einer flugtechnisch verlässlicheren Linie wie etwa der AUA über Peking.

Auch wenn es länger dauert. 

     

Man könnte vielleicht einen kleinen, feinen stopover in Chinas Hauptstadt einlegen.

   

Schließlich gönnt man sich ja sonst nichts ;-)

 

p.s.: mittlerweile laufen die ersten Kreuzungsprodukte aus Mongolenpferd und zumeist Russischem Vollblut erfolgreich in einer eigenen Klasse.

 

mehr fotos unter: http://www.wollinger.at/moIndex.html

 

              

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